"Was können Bildungseinrichtungen, Arbeitgeber, Schüler, Studenten, Eltern und Kommunen tun, um den gesellschaftlichen Wohlstand zu sichern? Die Region Südostoberbayern steht angesichts einer beschleunigten Entwicklungsdynamik und den auch in unserem Raum spürbaren demografischen Veränderungen vor der Herausforderung, wie sich ein absehbarer Nachwuchs- und Fachkräftemangel überwinden lässt. " Dieser Frage widmete sich der Bildungskongress, der am 26.01.2011 im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim stattfand und zu dem auch unsere Schule eingeladen wurde.
Mit der Darstellung unseres Praxistagkonzepts (8. Jahrgangsstufe) und unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Rosenheim (7. Jahrgangsstufe) waren wir auf dem Marktplatz der Ideen vertreten.
Für uns ganz besonders wichtig war, dass unsere Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt unserer Präsentation stehen sollten. Kaum hatte die Veranstaltung begonnen, durften wir schon die ersten Gäste auf unserem Stand begrüßen. Und gerade die ersten Gäste hatten es in sich: Herr Wolfgang Tauber, Leiter des Staatlichen Schulamts, dann Herr Edgar Müller und Frau Helga Wichmann, beides Schulräte. Anschließend besuchten uns Frau Gabriele Bauer, die Rosenheimer Oberbürgermeisterin und der Staatssekretär aus dem Kultusministerium Dr. Marcel Huber. Gefreut haben wir uns natürlich auch, dass Frau Karin Priller als Vertreterin der Gemeinde extra nach Rosenheim gefahren ist, um uns auf unserem Stand zu besuchen.
Für die tolle Darstellung unserer Schule gebührt unseren Schülern und Schülerinnen Franziska Leitner, Christiane Müller, Sophia Tutschka, Chiara Steyrer, Luis Seidl, Sebastian Krichbaumer, Benedikt Folgner und Janina Fuchs großer Respekt. Vielen Dank auch an Herrn Rottmooser, der es sich als Gewerbeverbandsvorsitzender und "Vater der Praxistagidee" nicht nehmen ließ, mit auf unserem Stand dabei zu sein.
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Das OVB berichtet darüber ....
Von der Planungs- zur Bildungsregion
Der Fachkräftemangel beschäftigt Wirtschaft, Politik und Schulen schon seit geraumer Zeit. Wie man dieses Problem in den Griff bekommen kann, darüber wurde bei einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der "Bildungsoffensive" der Planungsregion 18 im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim ausgiebig diskutiert. Beim sogenannten "Marktplatz der Ideen" präsentierte man auch konkrete Beispiele und Lösungsansätze.
Rosenheim - Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatten die Stadt Rosenheim und der Regionale Planungsverband. Die Resonanz war groß. Fast 1000 Interessierte aus Wirtschaft, Politik und Schulwesen aus der gesamten Region Rosenheim kamen, um über Strategien gegen den Arbeitskräftemangel von morgen nachzudenken und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. In zwei Sälen fanden Podiumsdiskussionen zum Thema statt. Fachleute aus den verschie-densten Bereichen schilderten ihre Sicht der Dinge und stellten Beispiele vor, wie man be-reits derzeit dabei ist, den Fachkräftemangel in den Griff zu bekommen.
Im Foyer gab es den "Marktplatz der Ideen". Auf rund 1200 Quadratmeter stellten verschie-dene Organisationen und Schulen Projekte vor, mit dem sie den Nachwuchs bestmöglich auf das Berufsleben vorbereiten. So war zum Beispiel die Handwerkskammer für München und Oberbayern (HWK) mit einem Stand vertreten. Die HWK führt derzeit zum zweiten Mal Praxistage durch. Dabei können Schüler der 7. bis 9. Klassen innerhalb weniger Tage in verschiedenste Berufe hineinschnuppern. Um demonstrieren zu können, wie das in der Praxis aussieht, kam die HWK gleich mit einigen Schülern aus der Leo-von-Welden-Schule in Bad Feilnbach, die derzeit an diesem Projekt teilnehmen. Die zwölfjährige Janina will später vielleicht einmal Friseuse werden. Im Foyer des Kultur- und Kongresszentrums übte sie dieses Handwerk schon einmal eifrig an einem Puppenkopf. Neben ihr wurden Sebastian und Benedikt, beide 13 Jahre alt, in das Grundwissen der Elektrik eingeführt. Fachmännische Unterstützung bekamen die beiden Buben dabei von HWK-Ausbildungsmeister Franz Stanzl. "Solche Projekte sind eine gute Sache. So bekommen Kinder schon frühzeitig einen Einblick in die Berufswelt", meinte er.
Auch Schüler der Pauline-Thoma-Schule Kolbermoor kamen in das Kuko, um dort zu zeigen, wie sie sich mittels Schulprojekten auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten, etwa mit der Gründung einer sogenannten "Schülerfirma" . Auf diesem Wege haben Schüler schon ein Kochbuch entwickelt und erfolgreich vertrieben. Derzeit gibt es einen "Partyservice". Dieser stellte sich ebenfalls beim "Markt der Ideen" mittels selbst zubereiteter Häppchen und Prali-nen vor. "Dabei lernen die Schüler schon vieles, was sie später einmal im Berufsleben brau-chen", meint dazu Susanne Klein, Fachlehrerin für Ernährung und Gestaltung an der Pauline-Thoma-Schule. Das Ergebnis dieses Schul-Projekts überzeuge. Erste Erfahrungen würden zeigen, dass Schüler, die daran teilgenommen haben, auch beim Schulabschluss mit guten Noten überzeugen konnten. Insgesamt gab es über 30 verschiedene Stände, an denen verschiedenste Projekte zum The-ma vorgestellt wurden. Wie wichtig solches Engagement ist, betonte Rosenheims Oberbür-germeisterin Gabriele Bauer in ihrer Rede. "Nur mit gut ausgebildeten Nachwuchs-, Fach- und Spitzenkräften hat die Wirtschaft beste Aussichten, sich gut zu entwickeln", sagte sie. Vor gar noch nicht allzu langer Zeit seien Politiker von Betrieb zu Betrieb gezogen, um für Ausbildungsplätze zu werben. "Jetzt ist die Situation eine völlig andere. Jetzt müssen wir sehen, wie wir Auszubildende in die Betriebe kommen", meinte Bauer. Hermann Steinmaßl, Landrat des Landkreises Traunstein und Vorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Südostoberbayern, bescheinigte der Region positive Zukunftsaussichten, nicht zuletzt dank seiner starken Wirtschaft. Dies sei kein Zufall, sondern beruhe auch auf einer guten Bildung. Für ein breitgefächertes Bildungsangebot plädierte auch Dr. Marcel Huber, Staatssekretär im bayerischen Kultusministerium. Er forderte ein "individuelles, mög-lichst differenziertes" Schulsystem, um allen Kindern gleiche Chancen bieten zu können. Dr. Josef Amann, Geschäftsführer Berufsbildung, Industrie- und Handelskammer für Mün-chen und Oberbayern, war der Meinung, dass Bildung und Erziehung noch mehr Qualität braucht. "Die berufliche Bildung hat immer noch nicht den Stellenwert, den sie haben soll-te", meinte er und forderte: "Aus der Planungsregion muss eine Bildungsregion werden." wu
OVB, 28.01.2011














