Abbildung 1 - Abbildung 2 - Abbildung 3
Kopfläuse sind weltweit verbreitet, leider auch an Schulen und Kindergärten - und damit auch an der Leo-von-Welden-Schule.
Wir möchten Ihnen hierzu einige Informationen zukommen lassen. Bitte denken Sie grundsätzlich daran, uns zu benachrichtigen. Ein festgestellter Befall heißt für Ihr Kind, dass es nicht in die Schule gehen darf, bis eine Weiterverbreitung mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Wir als Schule sind dann verpflichtet, das Gesundheitsamt und die anderen Eltern - natürlich anonym - in Kenntnis zu setzen.
Was tun, wenn mein Kind Kopfläuse hat?
Das Gesundheitsamt Rosenheim hat uns ein Merkblatt mit detaillierten Hinweisen zur Therapie zur Verfügung gestellt, das wir Ihnen hier "online" darbieten möchten. Selbstverständlich erhalten Sie - auf Anfrage - auch ein ausgedrucktes Exemplar.
Allgemeine Informationen
Jeder Mensch kann zu jeder Jahreszeit Kopfläuse bekommen. Der Befall hat nichts mit fehlender Sauberkeit zu tun, da Kopfläuse durch das Waschen der Haare mit gewöhnlichem Shampoo nicht beseitigt werden.
Die Kopflaus ist ein flügelloses ausgewachsenes etwa 3 Millimeter großes, graues Insekt (Abb. 2) Es lebt dauernd auf dem Wirt im Kopfhaar, vorwiegend hinter den Ohren, im Nacken, an den Schläfen und am Hinterkopf. Sie nehmen alle 4 — 6 Stunden Blut als Nahrung auf. In unseren Breiten können Kopfläuse keine Krankheitserreger übertragen.
Die Laus durchläuft im Laufe ihres Lebens mehrere Stadien, vom Ei (Nisse) über Larve hin zur mobilen Laus. Es werden 1 — 2 Millimeter oberhalb der Kopfhaut die Eier wasserunlöslich an den Haarwurzeln festgeklebt (Abb. 3). Da Kopfläuse sich sehr gut an die Bedingungen am menschlichen Kopf angepasst haben, werden sie getrennt vom Wirt durch fehlende Blutmahlzeiten relativ schnell geschwächt und überleben bei Zimmertemperatur in der Regel nicht mehr als 3 Tage.
Der Mensch ist der einzige Wirt für diese Art Läuse. Auch über Tiere können sie nicht übertragen werden.
Übertragung:
Diese erfolgt durch engen direkten Kontakt durch Überwandern von Haar zu Haar. Gelegentlich ist die Übertragung auch indirekt möglich über Gegenstände, die mit dem Haupthaar in Berührung kommen und die innerhalb einer kurzen Zeitspanne gemeinsam benutzt werden, wie Kämme, Bürsten, Fahrradhelme und ähnliches. Läuse können nicht springen, fliegen oder größere Strecken außerhalb des Wirtes zurücklegen.
Dauer der Ansteckungsfähigkeit:
Eine Infektion ist nur über erwachsene, mobile Läuse möglich. Von einzelnen Larven geht zunächst keine akute Ansteckungsgefahr aus.
Krankheitszeichen:
Die Stiche der Kopfläuse können zu hochroten kleinen Hautknötchen führen und vor allem zum Leitsymptom Juckreiz. Durch Kratzen kann es zu kleinen Wunden und zu einer Infektion mit Bakterien und zu örtlichen Lymphknotenschwellungen kommen.
Nachweis:
Die Diagnose wird bei einer systematischen Untersuchung des behaarten Kopfes durch den Nachweis von lebenden Läusen, Larven oder entwicklungsfähigen Eiern gestellt. Es wird empfohlen, das mit Wasser und einer Haarpflegespülung angefeuchtete Haar mittels eines Läusekamms bei guten Lichtverhältnissen zu untersuchen (Abb. 1).
Quelle: Gesundheitsamt Rosenheim