Ab Montag, 11.10.2010, sind wieder in jeder Pause (außer freitags) unsere Streitschlichter aktiv.

Das sind wir

Dienstplan im Schuljahr 2010/2011

Montag  Dienstag  Mittwoch  Donnerstag  Freitag 
Theresa Mayr (8)   Lisa Buberger (8)   Robert Riedl (8)  Thomas Jedlicka (9)  --- 
Margarete Poschenrieder (8)   Dennis Kreuzer (9)   Vitus Seebacher (9)   Thomas Mohl (9)   --- 

Unsere Organisationsregeln

Wir sind Vorbilder

Alle Streitschlichter sind sich ihrer Vorbild-Funktion bewusst. Diese besteht auch außerhalb des Dienstes als Streitschlichter-Team. Ein Verstoß gegen die Schülerregeln, vor allem gegen den Punkt „Ich übe keinerlei Form von körperlicher und verbaler Gewalt aus und bemühe mich, Konflikte friedlich zu lösen“ kann zu einem Ausschluss aus dem Streitschlichter-Projekt führen.

Unsere Streitschlichterausbildung (2009)

An drei Donnerstagen im November und Dezember wurden 16 Schüler und Schülerinnen der 7., 8. und 9. Klasse unserer Schule zu Streitschlichtern ausgebildet. Diese Ausbildung wurde gemeinsam mit der Volksschule Kiefersfelden durchgeführt. Die dortige Sozialpädagogin Karina Brünner und unser Sozialpädagoge Martin Neuhold gestalteten die drei Vormittage, an denen Grundwissen über die Methoden und Abläufe der Streitschlichtung vermittelt wurden. Neben den Feilnbachern nahmen 12 Schülerinnen und Schüler aus Kiefersfelden teil

„Was ist eigentlich Streitschlichtung?“ – Diese Frage werden sich beim Lesen dieses Artikels wahrscheinlich viele stellen. Bei der Streitschlichtung vermitteln dafür ausgebildete Schüler in Konflikten zwischen Mitschülern. Dabei geht es darum, dass die Streitpartner mit Hilfe der Vermittler selbständig eine für beide Seiten akzeptable Konfliktlösung finden. Die Aufgabe der Streitschlichter besteht dabei darin, die Konfliktparteien bei der Erarbeitung einer solchen Lösung zu unterstützen. Dafür gestalten sie den Ablauf und setzen verschiedene Methoden ein um den Konfliktparteien zu helfen, ihre Wünsche und Interessen zu erkennen und zum Ausdruck zu bringen. Auf der Basis dieser Wünsche und Interessen wird dann die Lösung erarbeitet. Wichtige Inhalte der Ausbildung sind zum Beispiel das „Aktive Zuhören“ und das Erarbeiten von „Ich-Botschaften“.

Die nun fertig ausgebildeten Streitschlichter werden ab Februar in jeder großen Pause an unserer Schule im Einsatz sein und so zu einem besseren und gewaltfreieren Schulklima beitragen.

Streitschlichterausbildung 2011

Neue Streitschlichter für die Leo-von-Welden-Schule Bad Feilnbach

Die Leo-von-Welden-Schule darf sich über fünf neue Streitschlichterinnen freuen. In einem zweitägigen Seminar wurden die Schülerinnen dafür im Thalhäusl in Bad Feilnbach ausgebildet. Federführend wurde dieses Seminar von der Jugendsozialarbeit aus Raubling durchgeführt. Die fünf Schülerinnen der Leo-von-Welden-Schule durften diesem Seminar ebenfalls bewohnen.

1. Tag
Nach der Ankunft am Thalhäusl wurden die Zimmer verteilt und die Jugendlichen durften sich einrichten. Gleich darauf begann auch schon das Seminar. Zunächst lernten sich alle Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Spiele kennen. Es war eine gemischte Gruppe aus drei Schulen, daher war ein intensives Kennenlernen wichtig, um gegenseitiges Vertrauen zu erlangen. Dieses Kennenlernen verlief sehr harmonisch. Es gab niemanden, der aus der Gruppe ausgeschlossen wurde. Es war schön, diese schnell entstandene Gemeinschaft zu spüren. Danach hieß es frisch ans Werk um zu erlernen, was für Aufgaben ein Streitschlichter hat, was er so alles für Fähigkeiten braucht und wie er auftreten muss, um Erfolg zu haben. Beim Vorbereiten des Mittagessens halfen alle dafür eingeteilten Schülerinnen und Schüler fleißig mit und wir konnten leckere Pasta mit Tomatensoße genießen. Wohlgenährt konnte es danach weiter gehen. Am Nachmittag wurden die Aufgaben schon schwieriger. Wo am Vormittag noch allgemein festgehalten wurde, wie ein Streitschlichter „beschaffen“ sein muss, mussten die Schülerinnen und Schüler nun ihre Fähigkeiten selbst erprüfen. Eine Streitschlichtung ist in verschiedene Phasen eingeteilt und jede einzelne ist für eine erfolgreiche Streitschlichtung wichtig. Schritt für Schritt konnten die künftigen Streitschlichter hier lernen und üben, wie man von der Begrüßung über die „Anhörung“ der Streitparteien bis hin zu einer gemeinsamen Lösung kommen kann.
Auch das gemeinsame Vorbereiten des Abendessens verlief flott und arbeitsam. Gemeinsam ließen wir beim Abendessen nochmals den Tag Revue passieren.
Danach durften die Schülerinnen und Schüler ihre Freizeit genießen. Sie konnten entweder gemütlich auf ihren Zimmern entspannen und ratschen, im Speisesaal gemeinsam lustige Spiele spielen oder bei einer spannenden Nachtwanderung teilnehmen.
Um 22 Uhr waren alle auf ihren Zimmern, denn es war Zapfenstreich, da der nächste Tag noch einiges an Lerninhalten bereit halten sollte.
2. Tag
Früh morgens um halb 8 hieß es für den Tischdienst antreten und Frühstück vorbereiten. Nach dem gesunden und gemeinsamen Frühstück ging es auch schon mit dem Fleiß weiter. Die letzten Phasen der Streitschlichtung wurden angepackt und erlernt. Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz, denn nicht nur in Rollenspielen, in welchen die künftigen Streitschlichter ihre Aufgabe üben konnten, kamen so einige Lacher dabei heraus, sondern auch viele lustige, erfrischende Spiele zur Auflockerung wurden gespielt. Danach konnte sich jeder wieder besser konzentrieren.
Das gemeinsame Würstlessen zu Mittag stärkte uns für den Endspurt.
Nach dem Mittagessen wurden die Zimmer wieder aufgeräumt, Taschen gepackt und die restlichen Räume wieder auf Vordermann gebracht. Dann hieß es die letzte Übung für die Streitschlichter zu meistern. Die gesamte Streitschlichtung sollte durchgeübt werden. Es wurden nochmals alle Phasen der Streitschlichtung und deren Inhalte wiederholt. So blieb es allen im Gedächtnis, was sie zu tun haben.
Nach einem letzten Gruppenbild war es auch schon soweit, wieder Abschied zu nehmen. Nach 2 Tagen ohne nennenswerte Vorkommnisse sagten wir „Auf Wiedersehen“ zu den Schülerinnen und Schülern der anderen Schulen, deren Jugendsozialarbeiterinnen und zum Thalhäusl. Nach den Osterferien können die neuen Streitschlichterinnen nun motiviert und gut informiert durchstarten. Ihre Hauptaufgabe wird es dann wieder sein, in den Pausen kleinere und größere Streitereien zwischen Mitschülern zu schlichten. Das werden sie, denke ich, auch gut hin bekommen!Isabella Häuser

Besuch beim Amtsgericht Bad Aibling

Am Donnerstag, den 7.04.2011, besuchten die zukünftigen Streitschlichter das Amtsgericht Bad Aibling, um auch einmal die Realität des Gerichtswesens in Deutschland kennenzulernen. Begleitet von Frau Häuser durften die Gruppe drei Gerichtsverhandlungen beiwohnen. In einem Verfahren war der Beklagte nicht erschienen, einmal ging es um das weltweit größte Internetaktionshaus Ebay und in der dritten Verhandlung um die Thematik Ausländer und Bleiberecht in Deutschland. Unsere jungen schulinternen "Richter" zeigten sich nach ihrer Rückkehr sichtlich beeindruckt vom Alltag in einem deutschen Gerichtssaal.

Bericht von diesem Tag:

Zu Besuch beim Amtsgericht Bad Aibling
Schülerinnen und Schüler der Leo-von-Welden-Schule aus Bad Feilnbach erlebten das Amtsgericht Bad Aibling hautnah, anstatt theoretische Schaubilder zum Thema Gerichtsverhandlungen zu pauken.

Am Donnerstag, den 07.04.2011, besuchte die 8. Klasse der Leo-von-Welden-Schule in Bad Feilnbach das Amtsgericht in Bad Aibling. Zunächst sollten nur die künftigen Streitschlichter das Amtsgericht besuchen um Einblicke in „professionelle Streitschlichtung“ zu erhalten. Doch der Klassleiter der 8. Klasse wollte sodann, dass die gesamte Klasse das Amtsgericht besucht. Eine Gerichtsverhandlung anzuschauen sei greifbarer und interessanter, als eine solche theoretisch im Unterricht zu erklären. Dieser Besuch sollte auch der Gewaltprävention dienen. Daher besuchte die ganze Klasse das Amtsgericht in Bad Aibling.
Die Schülerinnen und Schüler erkannten dabei schnell, dass eine Gerichtsverhandlung eine spannende und interessante Angelegenheit ist. Sie hingen der Richterin und der Staatsanwältin an den Lippen und verfolgten gespannter denn je jede der Verhandlungen. Nach jeder Verhandlung nahm sich die Richterin auch kurz Zeit, um mit den Schülerinnen und Schülern den Fall zu reflektieren. Sie erklärte den Schülerinnen und Schülern einiges zum Thema Strafrecht und was sie als Richterin schon so alles erlebt hat. Da es bei einer der Verhandlungen um einen Internetbetrug ging, klärte sie im Anschluss darüber auf, dass auch das Internet kein rechtfreier Raum ist und dass Cybermobbing und Betrug oder Beleidigungen in der virtuellen Welt des Webs ebenso bestraft werden wie Straftaten in der realen Offline-Welt.
Die Schülerinnen und Schüler fanden diesen abwechslungsreichen Ausflug sehr interessant und gelungen. Viele fanden es sogar schade, als sie gehen mussten, denn sie hätten gerne noch viel mehr gesehen. Vor allem, da sie bemerkt hatten, dass die Fernsehgerichtssendungen doch sehr überzogen und eher unrealistisch im Vergleich zu einer echten Verhandlung sind. Sie fanden die echten Verhandlungen viel besser und freuten und bedankten sich bei der Richterin, dass sie sich die Zeit genommen hatte und so vieles erklärt hatte.
Die 8. Klasse und die Leo-von-Welden-Schule möchte sich nochmals dafür bedanken, dass wir das Amtsgericht Bad Aibling besuchen durften und dass sich die Richterin so viel Zeit für Gespräche genommen hat. Dankeschön!